Informationen, Beiträge, Hinweise und Tipps zu den Themen Taffic- und Blog-Marketing, New Media und Marketing.
Zu Beginn sollten Sie sich folgendes vor Augen führen: blindes Vertrauen im Internet ist fehl am Platz. Das beste „Schutzprogramm“ vor schädlichen Einflüssen aus dem Netz ist Ihr Verstand. Je mehr Sie mitdenken bzw. misstrauisch sind, desto besser.
Schauen Sie genau hin, bevor Sie eine Verlinkung anklicken, und lesen Sie sich den Absender und die Betreffzeile einer E-Mail durch, bevor Sie diese öffnen.
Sie müssen kein Computerexperte sein, um sich ein wenig mit der Sicherheit Ihres Rechners und Ihrer Daten zu befassen. Sie sollten sich lediglich so wie im realen Leben verhalten. Sie würden einem unbekannten Anrufer niemals Ihr PIN-Nummer nennen und Sie würden misstrauisch werden, wenn Ihnen jemand ein teures Produkt zu einem enorm günstigen Preis anbietet.
Die schnelle Verbreitung von Viren entsteht vorwiegend dadurch, dass Computernutzer ihre Systeme nicht genügend absichern. Oft besteht die Ansicht, „mir passiert schon nichts“. Auch wenn Sie Ihren Rechner geschützt haben, bedeutet dies noch nicht, dass Ihr Computer vollständig geschützt wird. Eine 100%ige Sicherheit gibt es nicht. Es wird immer eine noch nicht erkannte Lücke oder einen neuen Virus geben, der Ihr System befallen kann.
Problem Passwörter
erneuern Sie Ihre Passwörter in regelmäßigen Abständen. Beachten Sie dabei, dass z.B. Ihr Vorname oder der Name eines Familienangehörigen kein sicheres Passwort ist, und dass ein solches aus mindestens 10 Zeichen, besser noch sind 20 Zeichen bestehen sollte (Buchstaben, Zahlen, Sonderzeichen, Groß- und Kleinschreibung; alles gemischt). Erstellen Sie einen Merksatz und bilden daraus Ihr Passwort (z.B.: "Friedrich geht jeden Sonntag um 08:00 zur Kirche!?")
Ein Passwort-Tresor
Ein Passwort-Tresor (Passwort-Generator) sichert beliebig viele einzelne Passwörter mit einem so genannten Masterkennwort. Dieses Masterkennwort wird von Ihnen selbst erstellt und sollte absolut sicher sein. Dieses Passwort müssen Sie sich unbedingt merken, ansonsten ist „Schluss mit Lustig“). Wer das Masterkennwort weiß, kann den Tresor „öffnen“ und alle übrigen Passwörter lesen.
Passwort-Tresore verschlüsseln die Inhalte sicher stellen zudem weitere Funktionen zur Verfügung:
Anbieter:
Passwort.Tresor http://www.passworttresor.de Freeware
Password Depot: www.password-depot.de/ kostenpflichtig
Password Safe: www.passwodsafe.de Freeware
Password keepass www.keepass.info Freeware
Password Roboform www.roboform.com/de/ Freeware + kostenpflichtig
Betriebssystem
Auch hierzu sollten Sie auf größtmögliche Sicherheit achten und regelmäßig die vom Hersteller empfohlenen Sicherheitsupdates durchführen. Nutzen Sie diese Funktionalität und stellen Sie sich die Updatefrequenz nach Ihren persönlichen Präferenzen ein. Diese Updates schließen i.d.R. Sicherheitslücken (sog. Sicheheits-Updates).
Browser
Der Browser, mit dem Sie im Internet surfen, ist ein weiterer Sicherheitsfaktor. Auch diese Software sollten Sie regelmäßig aktualisieren. Alle Browser bieten in ihren aktuellen Versionen automatische Updates über das Internet an.
Welchen Browser Sie nutzen, hängt von Ihren Präferenzen ab. Ich empfehle an dieser Stelle GoogleChrom oder Mozilla Firefox, die sich im Hinblick auf ihre Sicherheit bewährt haben.
Sollten Sie sich für Mozilla Firefox entscheiden, möchte ich Ihnen ein kleines AddOn namens NoScript (https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/722 oder direkt bei http://noscript.net) empfehlen. AddOns sind kleine Erweiterungsprogramme, die die Funktionen des Browsers ergänzen. No Script erlaubt das Ausführen von PlugIns wie z.B. JavaScript, Java oder Flash nur vertrauenswürdigen Sites und schützt damit Ihren Computer und Ihre Privatsphäre.
Das automatische Speichern von Passwörtern können Sie im Internet Explorer oder im Firefox folgendermaßen beenden.
Internet Explorer 6 und 7
Im Menüpunkt „Extras“ auf „Internetoptionen“ klicken, dann den Punkt „Inhalte“ wählen und dort auf „AutoVervollständigen“ klicken und das Häkchen bei „Benutzernamen und Kennwörter für Formulare“ entfernen.
Mozilla Firefox 2
Im Menüpunkt „Extras“ auf „Einstellungen“ klicken, dann den Punkt „Sicherheit“ wählen und das Häkchen bei „Passwörter speichern“ entfernen.
Der E-Mail-Client
Ein weiteres Sicherheitsrisiko stellt der von Ihnen verwendete E-Mail-Client dar. Versuchen Sie möglichst, Ihre Mails über den Webaccount eines großen Providers wie Freenet, Google, GMX oder Web.de zu verwalten. DieSE Webmailer sind mit Anti-Spam- und Anti-Viren-Software ausgestattet und minimieren auf diese Art das Risiko, dass ein infiziertes Dokument auf Ihren Rechner gelangt.
Dennoch sollten Sie im Mail-Bereich noch vorsichtiger sein: klicken bzw. öffnen Sie nicht jede Mail, die Ihnen unbekannt erschein. Schauen Sie sich den Absender an. Vermeiden Sie die automatische Vorschau einer E-Mail, denn auf diesem Weg können eventuell schädliche Inhalte direkt ausgeführt werden.
Spam-Mails
Viele Spam Emails enthalten beispielsweise ein Bild, das mit einer Nummer codiert ist. Wenn Sie
diese Mail öffnen, wird dieses Bild mit der für Ihre Mail entsprechend generierten Nummer vom Server des Spam-Versenders heruntergeladen. Dieser weiß dadurch, dass sich hinter Ihrer E-Mail-Adresse eine echte Person verbirgt. Von nun an werden Sie häufiger Spam von ihm erhalten.
Falls Sie Ihre Mails lieber offline lesen möchten, nutzen Sie z.B. das freie Programm Mozilla Thunderbird (http://www.thunderbird-mail.de).
Virenscanner
Ein Virenscanner ist für jedes System dringend zu empfehlen. Dieser bietet in der Regel einen sehr umfassenden Schutz des Systems. Achten Sie bei jedem Virenscanner besonders darauf, dass Sie die so genannten Signaturdatenbanken regelmäßig (am besten ein- oder mehrmals am Tag) aktualisieren (Echtzeit). Mit Hilfe dieser Datenbanken erkennt Ihr Virenscanner die unterschiedlichen Viren. Je aktueller die Signaturdatenbank, desto wahrscheinlicher ist es, dass das Programm auch neue Viren so bald wie möglich erkennt und entfernt.
Hersteller von Anti-Viren-Software:
Kostenpflichtig / Lizenzen
Kaspersky Antivir http://www.kaspersky.de
GData http://www.gdata.de
Symantec http://www.symantec.de
Avira Antivirus Premium http://www.avira.com/en/for-home-avira-antivirus-premium
Kostenlos
Avira Free Antivirus http://www.avira.com/en/avira-free-antivirus
Avast Antivirus http://www.avast.de
Microsoft Security http://windows.microsoft.com/mse
Malware
Unter dem Namen Malware werden viele schädliche Programme zusammengefasst. Hierbei handelt es sich nicht um ein Virus, sondern diese „Programme“ Ihre persönlichen Daten oder Ihr Surfverhalten auszuspionieren.
Hier setzten Anti-Spyware-Programme an und versuchen über permanent aktualisierte Erkennungslisten, solche Schädlinge von Ihrem System zu vertreiben. Die aktuellen Versionen bieten ebenso wie ein Virenscanner einen Echtzeitschutz des Systems an. Dies bedeutet aber, dass diese Programme ständig im Hintergrund arbeiten und Systemressourcen verbrauchen (Ihr PC wird langsamer!).
Anbieter
Spybot Search and destroy http://www.safer-networking.org/de/
Lavasoft AdAware http://www.lavasoft.de
Microsoft Security siehe oben
Schlusswort
Natülich gibt es noch weitere Anbieter für die oben erwähnten Hautbereiche. Aber Sie sollten sich dennoch auf die großen, bekannten Anbieter konzentrieren, da diese eine erhöhte Sicherheit bieten können.
Autor: Dpl. Kfm. Wilderich von Dalwigk, Eutin